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Trunkenheitsfahrt mit Todesfolge bringt auch unbescholtenen Fahrer hinter Gitter

Auch bei Unbescholtenen greift die Rechtsordnung mitunter sehr hart durch. So hat das Oberlandesgericht Hamm die Verurteilung eines Autofahrers zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung bestätigt. Der Fahrer war in absolut fahruntüchtigem Zustand Auto gefahren und hatte aufgrund seiner Alkoholisierung einen tödlichen Verkehrsunfall mit einem Fahrradfahrer verursacht. Das Oberlandesgericht vertrat die Auffassung, die Freiheitsstrafe sei zur Verteidigung der Rechtsordnung geboten (OLGL Hamm, Beschluss vom 26.08.2014; Az.: 3 RVs 55/14).

Der Autofahrer wies zum Tatzeitpunkt eine Blutalkoholkonzentration von mindestens 2,0 Promille auf. Aufgrund dieser Trunkenheit hatte er das Fahrrad des Opfers trotz ausreichender Beleuchtung nicht rechtzeitig wahrgenommen. Der Unfall endete tödlich. Der Radfahrer hinterließ Frau und drei Kinder.

Obwohl der Fahrer bisher unbescholten war, die Tat gestanden und bereut hatte, verurteilte ihn das Landgericht Bielefeld zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Ein Jahr und neun Monate gab es für die fahrlässige Tötung und die fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs. Das Oberlandesgericht wies auf die gravierenden Folgen der Alkoholfahrt für den Getöteten und seine Angehörigen hin und bestätigte den Spruch der Vorinstanz.

Über weitere Details zu Alkoholfahrten und ihren Folgen informiert, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht Christian Demuth aus Düsseldorf auf seiner Homepage www.cd-anwaltskanzlei.de