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Bei Amphetaminen ist die Fahrerlaubnis weg

Wer Amphetamine eingenommen hat, kann seine Fahrerlaubnis verlieren. Dafür braucht man sie noch nicht einmal schuldhaft oder vorsätzlich zu sich genommen zu haben. Es reicht auch aus, wenn die Amphetamine in einer Diskothek in ein Getränk gemischt wurden. Das hat das Verwaltungsgericht (VG) Neustadt an der Weinstraße bestätigt (Beschluss vom 02. Dezember 2014, Az.: 3 L 994/14.NW).

Der Antragsteller war nach einem Diskothekenbesuch am Freitag am Montag im Rahmen einer Verkehrskontrolle gestoppt worden. Die angeordnete Blutprobe zeigte, dass er Amphetamine konsumiert hatte. Der zuständige Landkreis stufte ihn daraufhin als ungeeignet für das Führen von Kraftfahrzeugen ein und ordnete die sofortige Entziehung der Fahrerlaubnis an.

Der Antragsteller behauptete, ihm sei in der Diskothek offensichtlich etwas in seinen Drink gemischt worden. Er habe die Wirkung von „Speed" festgestellt, sich dann allerdings über das Wochenende ausgeruht. Erst am Montag sei er wieder Auto gefahren.

Für das Gericht waren das alles Schutzbehauptungen. Ihm genügte der Nachweis des Amphetaminkonsums, da es nach der gefestigten Rechtsprechung für den Entzug der Fahrerlaubnis ausreicht, wenn der Inhaber Drogen zu sich nimmt. Dabei hielt es dem Antragsteller vor, dass er den manipulierten Drink weder bei der Verkehrskontrolle noch bei der dann erfolgten Blutentnahme angesprochen hatte.