Fotos: photowahn, Gerhard Seybert, B. Wylezich, Steffen Eichner - alle fotolia.com

Harte Drogen kosten auch in geringer Menge die Fahrerlaubnis

Für harte Drogen gilt: Wer solche Wirkstoffe zu sich nimmt, egal in welcher Menge oder Konstellation, muss mit dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen. Da hilft es auch nicht, wenn nur ein Mal eine harte Droge konsumiert wurde und diese auch nur Bestandteil einer Kräutermischung war. Das Verwaltungsgericht Trier hat in einem entsprechend gelagerten Fall den Entzug der Fahrerlaubnis mit sofortiger Wirkung bestätig (VG Trier, Beschluss vom 31.03.2015; Az.: 1 L 669/15.TR).

Der Antragsteller hatte synthetische Cannabinoide wie z.B.: JWH-210 zu sich genommen. Dieses Cannabinoid wird als harte Droge in der Anlage zum Betäubungsmittelgesetz aufgelistet. Es hat ungefähr die 90-fache pharmakologische Potenz des Cannabiswirkstoffs THC. Dieser Wirkstoff war beim Antragsteller anlässlich einer Blutprobe nachgewiesen worden, allerdings nur in geringer Menge. Gleichwohl entzog ihm die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis.

Das Verwaltungsgericht stellte klar, dass die Fahreignung laut gesetzliche Vorgabe bereits bei einer einmaligen Einnahme nicht mehr gegeben ist. Es hob hervor, dass die sogenannten harten Drogen schlecht kontrollierbar sind und Konsumenten gerade bei synthetischen Drogen nicht wissen, wie die jeweilige Zusammensetzung und damit die Konzentration der eigentlichen Droge ist.