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Entzug des Fürherscheins bereits bei einmaligem Konsum von Kokain

Wird beim Führer eines Kraftfahrzeugs nachgewiesen, dass er Kokain zu sich genommen hat, reicht dieses, um ihm die Fahrerlaubnis zu entziehen. Denn bereits die einmalige Einnahme von Kokain schließt regelmäßig die Fahreignung aus. Dies hat das Verwaltungsgericht (VG) Trier bestätigt (VG Trier vom 05.01.2016, Az.: 1 L3706/15.TR).

Der Betroffene hatte sich gegen die sofortige Entziehung seiner Fahrerlaubnis wehren wollen. Diese basierte darauf, dass er bei einer Verkehrskontrolle wegen Ausfallerscheinungen aufgefallen war. Sowohl ein erster Test als auch eine ärztliche Untersuchung zeigten eine Beeinflussung durch Drogen. Die Analyse der entnommenen Blutprobe belegte ebenfalls, dass der Betroffene Kokain konsumiert hatte. Dies war Grundlage für die Fahrerlaubnisbehörde, im mit sofortiger Wirkung die Fahrerlaubnis zu entziehen.

Das Gericht stellte klar, dass die Regelungen der Fahrerlaubnisverordnung unabhängig von der Höhe der Betäubungsmittelkonzentration bei der Einnahme von Kokain von einer fehlenden Fahreignung ausgehen. Da der Betroffene auch keine Gründe vorgebracht hatte, die eine andere Einschätzung nahelegten, war die Anordnung der sofortigen Entziehung der Fahrerlaubnis rechtens.