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Auch gelegentlicher Cannabis-Konsum kann die Fahrerlaubnis kosten

Einem Führerscheininhaber kann die Fahrerlaubnis bereits dann wegen Ungeeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen entzogen werden, wenn er nur gelegentlich Cannabis konsumiert, seine THC-Konzentration bei einer Verkehrskontrolle jedoch bei 1,0 ng/ml Blutserum liegt. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg bestätigt (OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 16. Juni 2016, Az.: 17/16).

Ab dem Grenzwert von 1,0 ng/ml Blutserum braucht die Führerscheinbehörde kein amtsärztliches Gutachten mehr anzufordern. Ab dieser THC-Konzentration kann nicht mehr ausgeschlossen werden, dass die Fahrtüchtigkeit des Fahrers durch den Konsum von Cannabis beeinträchtigt ist. Wer diese Grenze überschreitet, darf nicht mehr aktiv am Verkehrsgeschehen teilnehmen. Das OVG verwies darauf, dass das Bundesverwaltungsgericht diesen Wert als sogenannten Risikogrenzwert eingestuft hat.