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Fahrradfahrer sollen mehr auf Regeln achten


Kann sich der Deutsche Verkehrsgerichtstag mit seinen Empfehlungen durchsetzen, müssen sich Fahrradfahrer auf eine strigentere Handhabung von Verkehrsvorschriften einstellen. Der ensprechende Arbeitskreis hat dem Fahrrad eine wachsende Bedeutung, eine zunehmende Nutzungsakzeptanz und damit verbunden ein steigendes Gefahrenpotential attestiert. Damit müsse das Fahrrad in der Verkehrspolitik, der Verkehrsplanung sowie der Verkehrsregelung und -überwachung als vollwertiges und gleichberechtigtes Verkehrsmittel anerkannt werden, heißt es in der Empfehlung.

Kritisiert wird, dass bei Fahrradfahrern nach neuesten Untersuchungen ein fehlende Normenakzeptanz zu beobachten ist: beim Fahren auf der falschen Straßenseite, bei Rotlichtverstößen, bei unbefugter Gehwegbenutzung, beim Fahren ohne Licht sowie mit nicht angemessener Geschwindigkeit in gefährlichen Situationen. Der Arbeitskreis des Verkehrsgerichtstages betont, dass dem einzelnen Radfahrer eine höhere Normenakzeptanz abverlangt werden kann. Hierzu habe die Polizei einen konsequenten Überwachungsbeitrag zu leisten.

Die Experten sprechen sich dafür aus, die Verkehrserziehung über die Radfahrprüfung hinaus bis zur Sekundarstufe II und in die Fahrschulausbildung hinein fortzusetzen. Diskussionsbedarf sehen sie insbesondere im Hinblick auf die Identifizierbarkeit von Radfahrern sowie zur Gewährleistung, dass nur Fahrräder mit zeitgemäßer technischer Ausstattung am Straßenverkehr teilnehmen.