Fotos: photowahn, Gerhard Seybert, B. Wylezich, Steffen Eichner - alle fotolia.com

  • Fahren ohne Fahrerlaubnis

"Hoverboards": Bei Nutzung im Straßenverkehr drohen Strafen

Die meisten Hoveboards gelten per gesetzlicher Definition als Kraftfahrzeug. Für Hoverboards gelten daher die allgemeinen Bestimmungen der StVZO und FZV, wenn die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit mehr als 6 km/h beträgt.

Die Boards dürfen dann nur auf abgegrenzten, nicht öffentlichen Grundstücken benutzt werden, denn diese Fahrzeuge erfüllen konstruktionsbedingt nicht die Zulassungsvorschriften über Sitz, Lenkung, Bremsen, Beleuchtung, Spiegel etc.. Andernfalls droht eine Geldbuße und ein Punkt in Flensburg.

Hat ein Board bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit über 6 km/h muss es pflichtversichert werden. Eine solche Versicherung wird jedoch nicht angeboten. Wer dennoch im öffentlichen Verkehr fährt macht sich strafbar nach § 6 PflVersG!

Das Führen eines solchen Kraftfahrzeugs setzt außerdem eine Fahrerlaubnis voraus. Da dem Gesetzgeber diese Boards bei der Definition der Fahrerlaubnisklassen nicht bekannt waren, sind sie unter keiner bestimmten Fahrerlaubnisklasse ausdrücklich aufgeführt. Die Boards könnten nach dem Gesetzeswortlaut sowohl unter die Kraftrad-Klassen AM, A1, A2, A, aber auch unter die Pkw-Klasse B fallen.

Wer ohne die erforderliche Fahrerlaubnisklasse ein solches Board im öffentlichen Straßenraum benutzt, kann daher zusätzlich eine Straftat nach § 21 StVG (Fahren ohne Fahrerlaubnis) begehen.

Schäden, die beim Betrieb des Einrades verursacht werden, sind nicht von der privaten Haftpflichtversicherung erfasst. Sach- oder Personenschäden muss der Fahrer daher aus eigener Tasche erstatten.

(Quelle: ADAC)