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    Weiterfahren nach Unfall macht Missgeschick zur Straftat


    Dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt, zeigt sich besonders beim Straftatbestand der Verkehrsunfallflucht. Schon die Weiterfahrt über eine sehr kurze Strecke, etwa um einen Rückstau zu vermeiden, kann ausreichen, um sich strafbar zu machen. Maßgeblich ist, dass der Unfallverursacher im entscheidenden Moment für den Geschädigten nicht mehr ohne weiteres erkennbar und erreichbar ist. So darf er zum Beispiel noch nicht einmal ohne Einverständnis des Geschädigten in seine nahe gelegene Wohnung gehen, um einen Notizblock zu holen.

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    Bei Fahrerflucht können Aussagen gefährlich werden


    Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Thema Fahrerflucht dürfte manchen Autofahrer aufs Glatteis führen. Danach kann zwar nicht wegen Fahrerflucht bestraft werden, wer sich vom Unfallort entfernt, weil er seine Unfallbeteiligung nicht an Ort und Stelle bemerkt hat. Wer jetzt jedoch glaubt, das Argument, nichts bemerkt zu haben, helfe ihm aus der Bredouille, der hat die Rechnung ohne die Fahrerlaubnisbehörde gemacht.

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    Kratzer mit Mülltonne macht Weggehen zur Unfallflucht


    Einer der häufigsten Irrtümer von Verkehrsteilnehmern ist, dass eine Unfallflucht immer nur von motorisierten Personen begangen werden kann. Mitnichten: Das unachtsame Schieben einer Mülltonne oder der kleine Rempler mit dem Einkaufswagen reichen aus, um sich im Zweifelsfall wegen einer Straftat verantworten zu müssen. Bei der Unfallflucht kommt es lediglich darauf an, dass es zu einem Unfall im öffentlichen Straßenverkehr kommt. Ein Unfall ist bereits die Schramme an einem geparkten Fahrzeug. Und wer seine Mülltonne über eine Straße schiebt, nimmt halt am öffentlichen Straßenverkehr teil.

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