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Nicht-EU-Fahrerlaubnis muss umgeschrieben werden


Ein schweizer Staatsangehöriger zieht nach Deutschland und fährt hier Auto. Nach einem dreiviertel Jahr gerät er in eine Verkehrskontrolle. Daraufhin wird ihm Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen. Trifft das zu?

Im Gegensatz zu EU-Fahrerlaubnissen gelten Führerscheine aus Nicht-EU-Ländern nur sechs Monate nachdem deren Inhaber in Deutschland ihren Wohnsitz begründet haben. Dieser ist dort, wo der Führerscheininhaber mindestens 185 Tage im Kalenderjahr wegen persönlicher und beruflicher Bindungen wohnt. Rechtzeitig vor Ablauf der Sechs-Monats-Frist muß der Betroffene bei der Führerscheinstelle einen Antrag auf Umschreibung der ausländischen in eine deutsche Fahrerlaubnis stellen. Besteht zwischen dem ausstellenden Staat und Deutschland ein entsprechendes Abkommen ist die Umschreibung innerhalb von drei Jahren nach Wohnsitznahme ein lediglich formaler Akt. Bei einigen amerikanischen Staaten ist zuvor allerdings eine theoretische Fahrprüfung erforderlich.

Nach Ablauf der drei Jahre wird der Antragsteller behandelt als wolle er als Fahranfänger erstmals einen Führerschein erwerben. Lediglich der Nachweis über die Fahrschul-Ausbildung ist entbehrlich. Wer diesem Procedere nicht nachkommt, gegen den wird ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.