Fotos: photowahn, Gerhard Seybert, B. Wylezich, Steffen Eichner - alle fotolia.com

Fahranfängern droht bei Verstoß eine längere Probezeit


Begeht ein Fahranfänger innerhalb der Probezeit Verkehrsverstöße, verlängert sich seine Probezeit. Außerdem muss er zusätzliche Seminare besuchen, was ihn vor allem auch finaziell belasstet.


Nach dem ersten Delikt
verlängert sich die Probezeit des Fahranfängers von zwei auf vier Jahre und die Fahrerlaubnisbehörde ordnet ein Aufbauseminar an. Dieses besteht aus neun Stunden Nachschulung und einer Fahrprobe. Im Rahmen des Aufbauseminars werden die Auffälligkeiten besprochen und Wege zur zukünftigen Vermeidung aufgezeigt. Die Kosten belaufen sich auf etwa 200 Euro.  Waren bei dem Verstoß Alkohol oder Drogen im Spiel, wird ein besonderes Aufbauseminar angeordnet.

Wer als Fahranfänger anschließend bei einem weiteren Verstoß erwischt wird, erhält eine schriftliche Verwarnung mit der Anregung, freiwillig an einer verkehrspsychologischen Beratung innerhalb von zwei Monaten teilzunehmen. Begeht der Fahranfänger nach diesen zwei Monaten einen dritten Verstoß, wird die Fahrerlaubnis entzogen. Eine neue Fahrerlaubnis darf frühestens drei Monate nach Abgabe des Führerscheins erteilt werden.

Da v
on Bedeutung für Maßnahmen in der Probezeit nur Verkehrsverstöße sind, die in das Verkehrszentralregister eingetragen werden (Entscheidungen mit Geldbußen ab 40 Euro), sollte man vor Gericht versuchen, eine Verurteilung zu einer Geldbuße im nicht eintragungsfähigen Bereich (unter 40 Euro) zu erreichen. Zur Begründung muß hierfür auf die Bedeutung der Tat und den Schuldvorwurf abgestellt werden.