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Langes Verfahren bewahrte Fernsehstar vor Fahrverbot


Wie in unterschiedlichen Medien übereinstimmend berichtet wurde, zählt die Blitzeranlage auf der A 2 zu den erfolgreichsten in Deutschland. Doch scheint die Behörde nicht immer rechtzeitig mit der Bearbeitung nachzukommen. So bliebt der Schauspielerin Simone Thomalla ein Fahrverbot erspart, wie das Amtsgericht (AG) Bielefeld entschied (Az.: 37 OWi 628/09).

Der Wagen der Schauspielerin wurde von der Anlage mit Tempo 141 erfasst. Erlaubt ist dort eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern. Sie gab gegenüber der Behörde an, es könne auch ihre Tochter am Steuer gesessen haben, erklärte aber später doch ihre Fahrereigenschaft.

Das AG erhöhte die Geldbuße, sah aber von der Verhängung des Fahrverbots aufgrund der langen Verfahrensdauer ab. Da das Fahrverbot „Denkzettelcharakter“ hat und den Verkehrssünder zur Änderung seines Verhaltens bewegen soll, kann es bei langer Verfahrensdauer obsolet werden. Laut den Medienberichten soll die Richterin die Fülle der Bußgeldverfahren für die über einjährige Verfahrensdauer verantwortlich gemacht haben.