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  • Geschwindigkeit

Toleranzabschlag bei Messung auf weichem Untergrund


Wird ein Geschwindigkeitsmessgerät auf einem weichen Untergrund wie dem Seitenstreifen der Autobahn aufgestellt, muss ein zusätzlicher Toleranzabschlag von mindestens 1 km/h auf die gemessene Geschwindigkeit vorgenommen werden. Dies geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Waiblingen hervor.

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Zwei Drittel aller Messergebnisse unzuverlässig


Die Mitarbeiter der „Verkehr-Unfall-Technik-Sachverständigengesellschaft mbh“ (VUT-GmbH) habe in einer groß angelegten Überprüfung von Anlagen, die bei der Jagd auf Verkehrssünder zum Einsatz kommen, belegt, dass ein Großteil der Messungen beweismäßig nicht oder nur unvollständig nachvollziehbar ist. Von über 1800 Messungen soll dabei lediglich ein Drittel zuverlässig gewesen sein.

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Interview: Verkehrsrechtler Demuth zu Messverfahren


straffrei-mobil.de: Was sind typische Situationen, die auf eine unzuverlässige Radar- oder Lasermessung hinweisen?

Rechtsanwalt Christian Demuth: Es gibt keine typischen Situationen. Eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine unzuverlässige Messung gibt es bei hohem Verkehrsaufkommen. Hier besteht schnell das Risiko einer Fehlzuordnung des Messwertes, d.h. der Messwert wurde in Wirklichkeit durch ein anderes Fahrzeug gebildet. Bei Laserpistolen ist gerade auf größere Entfernungen wichtig, dass das Fahrzeug als Einzelfahrzeug ins Visier genommen wurde, bei Radarmessungen kann es vorkommen, dass ein anderes als das fotografierte Fahrzeug die Messung auslöst.

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Fehler bei Radarmessungen verfälschen Werte


Bei allen Radarmessungen, bei denen Reflektoren im Messfoto zu erkennen sind, sollte immer eine Prüfung des gesamten Beweisfilms durch einen Gutachter vorgenommen werden, um Fehlmessungen ausschließen zu können. Darauf hat die auf Verkehrsmesstechnik spezialisierte Sachverständigengesellschaft VUT GmbH hingewiesen, die mit Anwälten bei der Verteidigung in Verkehrsbußgeldsachen kooperiert.

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Neues Blitzsystem mit Praxis-Mängeln


Das Messsystem "Poli Scan Speed" wurde als neue Allzweckwaffe im Kampf gegen Raser angepriesen. Die Euphorie könnte jedoch ein wenig verfrüht gewesen sein. Denn bereits einer der ersten Fälle, die vor Gericht landeten, ging mit einem Freispruch für den potentiellen Raser aus. Das hat das Amtsgericht Mannheim bekannt gegeben.

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Falsche Ortsschilder können vor Punkten retten


Ortsschilder, im Amtsdeutsch Ortstafeln genannt, können ihre Tücken haben. So bekam jüngst in Hanau ein Taxifahrer Recht, dessen Fahrzeug hinter einem Ortseingangsschild der Stadt mit 80 km/h gemessen worden war. Da das Orteingangsschild den Zusatz "Brüder-Grimm-Stadt" trug, war es für den Amtsrichter jedoch kein ordentliches Richtzeichen. Die Folge: Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h war nicht wirksam, der Taxifaher durfte nach wie vor die auf der Landstraße ausgewiesenen 60 km/h fahren - und blieb damit knapp von einem Punkteeintrag verschont.

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Schlechte Radarfotos müssen genau geprüft werden


Einem Autofahrer wird eine Geschwindigkeitsüberschreitung vorgeworfen. Als Beweismittel existiert ein Radarfoto. Damit dieses wirkungsvoll verwendet werden kann, müssen jedoch ganz bestimmte Anforderungen erfüllt werden.

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