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    Martinshorn und Blaulicht sind kein Freifahrtschein für Rettungsdienste

    Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die Verurteilung eines Feuerwehrmanns wegen fahrlässiger Körperverletzung bestätigt. Das Landgericht Hamburg hatte ihn zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt, weil er mit Blaulicht und Martinshorn mit unverminderter Geschwindigkeit mit einem Feuerwehrfahrzeug auf eine Kreuzung zugefahren ist, obwohl die Lichtzeichenanlage Rotlicht zeigte. Im Kreuzungsbereich kollidierte das Feuerwehrfahrzeug mit einem Linienbus. Zwei Personen wurden getötet, weitere teils schwer verletzt (BGH, Beschluss vom 16.7.2013, Az.: 4 StR 66/13, LG Hamburg, Urteil vom 18.9.2012, Az.: 628 KLs 3/12).

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    Vertrauen auf richtiges Verhalten schützt nicht vor Strafe


    Unfälle mit Personenschaden können für den Verursacher selbst dann schwerwiegende strafrechtliche Folgen haben, wenn er meint, sich absolut korrekt verhalten zu haben. So kann sich ein Fahrer in etlichen Situationen wegen fahrlässiger Körperverletzung strafbar machen, obwohl der Unfall durch ein Fehlverhalten des Opfers ausgelöst wurde.

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