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    Lebenslange Freiheitsstrafe für tödliches Autorennen in Berlin

    Zwei lebenslange Freiheitsstrafen, zweimal lebenslanger Entzug der Fahrerlaubnis – mit dieser Entscheidung hat das Landgericht (LG) Berlin ein klares Zeichen gegen innerstädtische Raserei gesetzt. Es verurteilte einen 28- und einen 25-jährigen Fahrer, die bei einem illegalen Autorennen einen anderen Verkehrsteilnehmer getötet hatten. Das Urteil lautet in beiden Fällen auf Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs (LG Berlin, Urteil vom 27.02.2017; Az.: 535 Ks 8/16).

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    Innerstädtischer Raser hat auch beim BGH keine Chance

    Das Landgericht Köln hatte einen 27-jährigen Raser wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs verurteilt. Das Strafmaß: eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten sowie ein Entzug der Fahrerlaubnis für zwei Jahre. Außerdem sollte ihm die Fahrerlaubnisbehörde frühestens nach drei Jahren und sechs Monaten wieder eine Fahrerlaubnis erteilen dürfen. Dieses Urteil, mit dem eine innerstädtische Raserei geahndet wurde, bei fer es zu einer Kollision mit einem Fahrradfahrer, der dabei verstarb, gekommen war, hat der Bundesgerichtshof (BGH) vollumfänglich bestätigt (BGH, Beschluss vom 22.11.2016, Az.: 4 StR 501/16).

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    Unvorhersehbares Verhalten des Opfers kann sich auf die Bestrafung auswirken

    Verhält sich das Opfer einer fahrlässigen Tötung oder einer fahrlässigen Körperverletzung im Straßenverkehr in einer Weise, die nicht vorhersehbar war, kann sich das auf die Verurteilung des Täters auswirken. So hat das Oberlandesgericht Hamm eine Entscheidung aufgehoben und zur erneuten Verhandlung zurückverwiesen, weil die Vorinstanz nicht ausgeschlossen hatte, ob sich das Opfer unvorhersehbar verhalten hatte (OLG Hamm, Beschluss vom 20.08.2015, Az.: 5 RVs 102/15).

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    Keine Bewährung nach tödlicher Trunkenheitsfahrt


    Wer als Kraftwagenfahrer in stark alkoholisiertem Zustand einen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang verursacht, kann nicht mit einer Aussetzung der Strafe zur Bewährung rechnen. Dies geht aus einem Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart hervor (Az.: 1 Ss 236/06).

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    Keine Bewährungs-Chance nach tödlichem Unfall mit Sportwagen


    Nach einem tödlichen Verkehrsunfall bei grob verkehrswidrigem und rücksichtslosem Verhalten eines Kfz-Führers kann die Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt werden, dass hat der 1. Strafsenat des Oberlandesgerichts Karlsruhe entschieden und damit die Revision eines Angeklagten gegen ein Urteil des Landgerichts Waldshut-Tiengen verworfen (Az.: 1 Ss 127/08).

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    Fahrlässige Tötung im Straßenverkehr


    Zum Glück ist das Risiko eines Verkehrsunfalls mit Todesfolge in Deutschland so niedrig wie seit 50 Jahren nicht. Dennoch trifft dieses Thema immer noch zu viele Menschen. Wer als Autofahrer durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen verursacht wird wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr mit Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

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    Fahrer muss nicht mit jedem Hindernis rechnen


    Das Gebot des „Fahrens auf Sicht“ erfordert von einem Autofahrer, nur so schnell zu fahren, dass er jederzeit vor einem plötzlich auftauchendes Hindernis anhalten kann. Dabei muss ein Autofahrer jedoch nicht mit flach auf der Fahrbahn liegenden Personen rechnen, so das Amtsgericht Emmendingen (Az: 5 Cs 500 Js 33 724/06-AK33/07).

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