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Neuordnung der Autobahn-Verwaltung

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat Mitte September 2018 in Berlin die Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen und andere Bundesfernstraßen (IGA) gegründet. Dazu erklärte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: "Die größte Verwaltungsreform in dieser Legislaturperiode ist erfolgreich eingeleitet. Es geht um 15.000 Mitarbeiter in ganz Deutschland. Damit treiben wir auch die größte Reform in der Geschichte der Autobahnen voran und ordnen das System komplett neu. Der Bund wird künftig Planung, Bau, Betrieb, Erhalt und Finanzierung unserer 13.000 Kilometer Autobahnen übernehmen - effizient zentral organisiert und kompetent regional aufgestellt.

In Deutschland besteht heute ein relevanter Teil der Verkehrsinfrastruktur aus den nahezu 13.000 Kilometer langen Autobahnen. Deren Verwaltung wird derzeit, finanziert und beauftragt durch den Bund, durch die Bundesländer dezentral ausgeführt. Dies wird sich in den kommenden Jahren ändern, denn die IGA wird die Verwaltung der Autobahnen von den 16 Bundesländern übernehmen.

Die Gesellschaft soll ab dem 1. Januar 2021 ihre Aufgaben vollumfänglich aufnehmen. Alleiniger Gesellschafter ist der Bund, vertreten durch das BMVI. Gemeinsam mit den Ländern wird in der Übergangszeit mit besonderem Augenmerk auf die Belange der Beschäftigten geachtet. Die Zentrale der Infrastrukturgesellschaft befindet sich in Berlin. Zusätzlich ist die Gesellschaft mit ihren 10 Niederlassungen, 41 Außenstellen und zahlreichen Autobahnmeistereien im gesamten Land regional vertreten. Parallel zur IGA wird in wenigen Wochen das Fernstraßen-Bundesamt errichtet, das künftig v.a. die Planfeststellung der Projekte bundesweit verantworten wird.